Die Balance Board Lüge – eine wahre Geschichte

Die Welt ist voller Lügen und Fake News. Das ist mittlerweile nichts besonderes mehr, denn seit Jahren verschmutzen Influencer und Marketingagenturen, vermeintliche Experten und unabhängige Produkttester, die über Affiliate Programme Ihre Taschen füllen, das Internet. Fake News machen nicht einmal vor Krankenkassen halt. Des Pudels Kern zu finden ist kaum noch möglich, zu sehr werden die Spuren verwischt, seriöse Quellenangaben sind nicht mehr gefragt.

Ich zitiere: „Das vielseitigste Balance Board ALLER Zeiten“ (surfinbalance)

Weiter: „Deutschlands #1 Balance Board: Empfohlen von Physiotherapeuten, geliebt von Familien. Das Surfin Balance Board ist effektiver als Pilates oder Yoga, hilft dir, Verletzungen schneller zu überwinden, sodass du auf die Reha vielleicht sogar verzichten kannst. Und die Kinder sind sinnvoll beschäftigt sind 

– für weniger Chaos im Alltag.
– unerträgliche Rückenschmerzen wegblasen
– effektives Beckenbodentraining  

fördert Fokus und Konzentration der Kinder“

Auf jeden Fall wird selbstbewusst ins KI Marketing gegangen 😉 Was soll`s die wenigsten Kund/innen sind vom Fach!

Fakten, wissenschaftliche Erkenntnisse und der „gesunde Menschenverstand“ kommen kaum gegen die Macht von Suchmaschinen und KI an, denn hier gilt immer Quantität vor Qualität. Es muss nur oft genug irgendwo im Netz stehen, dann wird es schon stimmen.

Und weil wir zum Thema Koordinationstraining nicht missionieren können und wollen schreibe ich einmal auf, worum es eigentlich geht und worüber ich aufklären möchte:

1953 wurde in Amerika das Balance Board von Stanley Washburn Jr. zum Patent angemeldet, ein Holzbrett mit Rolle darunter, zum Balancieren. Das war sicherlich nicht neu, denn auch Jahrzehnte und Jahrhunderte (man geht davon aus, dass es ähnliche Installationen bereits im Mittelalter gab) davor wurden vergleichbare Installationen im Zirkus zur Belustigung der Zuschauer genutzt.

Doch 1953 ging sozusagen die kommerzielle Nutzung los, zunächst war die Idee außerhalb der Ski- oder Surfsaison das Gleichgewicht zu trainieren.

So kurz könnte die Geschichte sein, wenn nicht wie bei jeder guten Idee Nachahmer, Kopierer und Menschen mit Ego-Problemen und mangelndem Erfindergeist versuchen mit der Idee eines anderen Geld zu verdienen 😉 So kamen mit wahrscheinlich weit mehr als 100 „Herstellern“ über die Jahre und Jahrzehnte nach Ablauf des Patentschutzes Wettbewerber auf, die teilweise sogar dreist für sich behaupteten Erfinder des Balance Boards zu sein. Vgl. Sypoba aus der Schweiz. Es kam dann die Idee dazu eine Halbkugel, ein Luft oder Wasserkissen oder sogar einen kleinen Ball unter die Holzplatte zu legen, um die Balance zu trainieren. Alles schöne Spielereien, die Spaß und Bewegungsfreude bringen, teilweise aber auch Verletzungen auslösen können. Auch die bekannten Vew-Do Boards aus den USA gingen in diese Richtung.

30 Jahre nach der offiziellen Erfindung des Balance Boards kam ich, Moritz Martin in Frankfurt am Main auf die Welt. Damals wusste ich nicht, dass ich auch mal Surfer werde und mir eine bedeutende Erfindung für die Menschheit gelingt.

Bereits 1990 haben mein Bruder und ich uns ein Balance Board aus ein paar Holzresten und einer Rolle selbst gebaut, als Balance Training für`s Windsurfen.

Ich hatte es schnell raus und beherrschte seitdem jedes Balance Board, wie man eben Fahrrad fahren lernt und dann im Grunde auch jedes 2-Rad ordentlich bewegen kann.

Erst als Leistungssportler in der Nationalmannschaft und angehender Sportwissenschaftler machte ich mir Gedanken über Trainingseffekte, Wirkungen usw. Bei einem Training in Medemblik hatte dann eine Team-Kameradin ein Balance 360 Board dabei, ein Holzbrett, unter dem ein kleiner Basketball wandert. Das war ziemlich cool, aber eben auch schnell wieder langweilig. Das heißt, man speichert die Reaktionsmuster im „Bewegungsgedächtnis“ im Gehirn und kann diese immer bei Bedarf abrufen.

Als ich dann 2 Jahre später am Institut für Sportwissenschaften meinem damaligen Professor Schmidtbleicher, einer Chorifäe der Trainingswissenschaften lauschte als er über Sensomotorik, Propriozeption, Koordinationstraining, Plyometrie, Reflexaktivitäten, die Schaltzentrale Rückenmark, afferente und efferente Leitungswege, Muskelspindeln und Co referierte und ich gleichzeitig in Tests mit stochastisch randomisierter Schwingungstherapie mittels SRT Zeptoring involviert war kam die „Erleuchtung“.

Ich dachte mir: „wir brauchen ein viel sensitiveres, schnelleres, unvorhersehbareres und sichereres System als ein Balance Board, um mechanisch wirklich an Sensomotorik, Propriozeption und Koordination zu arbeiten. Nur bei einer „Echtzeitregulation“ trainieren wir unsere Reflexaktivitäten so, wie wir es im (Leistungs-)sport, aber auch zur Sturzprophylaxe und für ECHTE koordinative Fortschritte und Anpassungen brauchen. Die Idee zum SENSOBOARD war geboren – ungefähr 55 Jahre, nachdem das Balance Board zum Patent angemeldet wurde.

Euphirisch und getrieben von der Idee der Menschheit und der Athletenwelt, aber auch der Therapie und der Prävention etwas völlig neues zu bieten ging ich voran. Mit der Unterstützung meines Bruders und eines befreundeten Kommunikationsdesigners ging ich in die Produktentwicklung. Zielstellung: Ein für den Menschen nicht beherrschbares System, das nur für jeden Nutzer bzw. jeder Nutzerin individuell „eingebremst“ werden kann. Dieser radikale Ansatz und das echte „out of the box“ denken ermöglichte den Weg zum SENSOBOARD. Ein dutzend Testgeräte später sah es schon fast so aus wie wir es heute kennen und ich testete das SENSOBOARD am Trainingsstützpunkt in Kiel mit meinen Mannschaftskollegen und Olympiateilnehmer/innen.

Es war noch nicht serienreif, aber das Potential war erkennbar.

2010 auf der ISPO stellten wir dann das SENSOBOARD allround (das man heute immernoch genauso kaufen kann) der Welt vor. Cool, dass mein Kindheitsidol Björn Dunkerbeck am Start war…

Nun sind wir mehr als 15 Jahre am Markt und viele Menschen – selbst aus Sport- und Physiotherapie verstehen immernoch nicht den Unterschied zwischen Balance Board und SENSOBOARD.

Und jede Woche „erfindet“ eine andere Marketingagentur ein neues Balance Board, lässt es ich China industriell fertigen, einmal um den Globus schippern und gibt den Hipstern und Influencern das Gefühl ein echt coolen Naturprodukt erworben zu haben, das die skills auf level bringt und die Gesundheit fördert. Sogar wir als Erfinder des SENSOBOARDs erhalten fast täglich Angebote aus Fernost, für die verschiedensten Balance Board Varianten, die sich im individuellen Look fertigen lassen.

Das nervt 😉.

Und natürlich gibt es nicht „das beste Balance Board“, das ist völliger Bullshit. Es gibt ja auch nicht das beste Auto oder das beste Haus.

Es ist ganz einfach:

1. Du willst Balance Spaß haben und ein paar Tricks auf dem Balance Board lernen oder einfach einen Abflug im Wohnzimmer machen?

Dann hol Dir ein cooles Balance Board (bitte keinen China-Schrott!), lerne es wie eine Sportart und Du beherrschst es ein Leben lang. Dein Gehirn speichert die relativ trägen Ausgleichsbewegungen, die zur Kontrolle nötig sind und diese Bewegungsmuster bleiben auch gespeichert. Weitere nennenswerte Trainingseffekte entstehen nicht, dafür sind die Bewegungen für Deinen Körper zu träge und zu leicht vorherzusehen.

  1. Du suchst ein zeitgemäßes Trainingsgerät, mit dem Du Deine Koordination schulen, Deine Gleichgewichtsregulation optimieren kannst und stetig Dein Nerv-Muskel-System optimierst? Dann hol Dir ein SENSOBOARD.
  2. Du suchst ein Trainingsgerät für Deine Kids? Dann hol Dir das SENSOBOARD LITE. Denn es erfüllt, was andere Hersteller ohne Innovationskrsft nur versprechen.
  3. Du bist Physiotherapeut, Sporttherapeut oder Athletik Trainer (auch im Leistungssport)? Dann hol Dir das neue SENSOBOARD PRO mit oder ohne SENSOR.

so far 12.02.2026 story t.b.c.